Der AGA-Wagen
Der Thulin-Wagen
Das AGA-Buch
AGA-Echo
ADAC-Preis
Warum AGA?
AGA im Foto
AGA-Literatur
AGA-Forschung
AGA-Links
AGA-Dank
AGA-Standort
AGA-Gästebuch
     
 



Das Buch "Der AGA-Wagen. Eine Automobil-Geschichte aus Berlin" wurde einen Monat nach dem Erscheinen am 12. September 2011 mit dem ADAC Motorwelt Autobuch Preis ausgezeichnet. Der  Preis wurde am 13. Oktober 2011 auf der Frankfurter Buchmesse im Rahmen einer Feierstunde verliehen. Die Auszeichnung wird in den Kategorien Design, Marke, Motorsport, Biographie und Sonderpreis vergeben.


Das ist die Internet-Seite des AGA-Wagens aus Berlin-Lichtenberg und außerdem die Seite zum Buch über dieses Automobil (Erscheinungsdatum: 12. September 2011). Die Kraftwagen wurden  zwischen 1919 und 1929 produziert. Die Firma und ihre Nachfolgeunternehmen benutzten das Telegrammwort „Agamobil“. Die Netz-Adresse der Seite nimmt diese alte Bezeichnung ebenso auf wie die Mail-Adresse, über die Sie Kontakt aufnehmen können: aga@agamobil.de.

Die Abkürzung AGA stand bei den Automobilen für Aktiengesellschaft für Automobilbau. Das dreieckige Logo mit den drei Großbuchstaben fand sich an vielen Stellen an den AGA-Fahrzeugen, am markantesten am Kühler. Die Fabrik war in der Herzbergstraße in Berlin-Lichtenberg beheimatet. Das Gebäude steht heute noch.

Der erste AGA-Wagen wurde im Herbst 1919 der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelte sich um einen 6/16-PS-Wagen, mit gut 1400 Kubik und vier Zylindern. Wahrscheinlich hatten die meisten AGA-Wagen eine Karosserie als offener Viersitzer (Phaeton) mit Verdeck (das Foto aus Finnland zeigt einen Typ A, der den frühesten AGA entspricht; AGA-Museum Emmen, Webseite). Es gab aber auch AGA als offene Zweisitzer und mit festen Aufbauten als Coupé, Landaulet oder geschlossene Limousine. Eine Vielzahl von Firmen produzierten wie damals üblich Karosserien für die AGA-Wagen. Die namhaftesten waren Lindner und Karmann.

Nach kurzer Zeit verfügte der Wagen über eine 20 PS leistende Maschine. Gegen Ende der Fabrikation wurde ein Motor mit 24 PS gebaut. Außerdem wurde eine geringe Zahl von 30 PS starken Rennwagen mit spezieller Karosserie hergestellt (das Foto zeigt den AGA Targa Florio 1923 beim Solitude-Rennen mit Willy Scholl am Steuer und Berliner Nummernschild). Die Firma beteiligte sich  in der ersten Hälfte der 20er Jahre an wichtigen Wettbewerben und Rallyes. Der Rennstall verzeichnete dabei nennenswerte Rennerfolge. Dazu zählt ein Sieg in einem der Wettbewerbe beim ersten Rennen auf der Berliner Avus.

Das Unternehmen war Tochterfirma des schwedischen Industriekonzerns AGA, der bis heute (aktueller Schriftzug in Rot) als Teil des deutschen Linde-Konzerns existiert. Die Berliner Autofabrik wurde 1922 dem Wirtschaftsimperium des rheinischen Industriellen Hugo Stinnes einverleibt. Nach dessen Ableben 1924 ging die AGA  in Konkurs. Die Automontage wurden mit abnehmender Intensität und nachlassendem Erfolg bis 1929 durch mehrere Nachfolgegesellschaften, darunter den AGA-Fahrzeugwerken, fortgesetzt.

Wenige Fahrzeuge existieren bis heute u.a. in Museen. Ein AGA aus dem Besitz des Deutschen Technikmuseums Berlin steht im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte.