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Bis 2011 lag zur Geschichte der Berliner Automobilfirma AGA und zum AGA-Wagen keine Monografie vor. Eine solche aus Quellenmaterial erarbeitete Darstellung war bisher ein Desiderat der historischen bzw. automobilgeschichtlichen Forschung. Kai-Uwe Merz hat eine solche Darstellung unter dem Titel "Der AGA-Wagen. Eine Automobil-Geschichte aus Berlin" im Verlag der Berlin Story vorgelegt (Erscheinungsdatum: September 2011).

Ergänzend zu seinem Buch hat Merz im Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2011 einen Aufsatz publiziert, der die Quellenlage zur Firma AGA und zur Geschichte des AGA-Wagens, wie sie in der Monografie geschildert ist, kritisch darlegt. Außerdem werden in Auswahl Materialien aus dem Firmenarchiv des Unternehmens AGA aus Schweden ausgewertet und beschrieben. Ferner enthält der Aufsatz detaillierte Informationen zu Bedeutung und Gebrauch des Firmennamens AGA in Schweden und Berlin, zum Thulin-Prozess von 1923, zur Bedeutung des US-Vorbilds für die Berliner AGA, das Projekt eines AGA Typ D, den Planungen zu seiner Markteinführung und zum AGA, den Konzernchef Dalén nutzte. Dieses Material ist im Buch nicht berücksichtigt. Titel und Fundstelle des Aufsatzes (Erscheinungsdatum: Dezember 2011):

Kai-Uwe Merz: Das Automobil des Nobelpreisträgers. Archivalische Studien zur Berliner Autogen-Gasaccumulator Aktiengesellschaft (AGA), der Berliner Aktiengesellschaft für Automobilbau (AGA) und der Stockholmer Aktiebolaget Gas-Accumulator (AGA), in: Berlin in Geschichte und Gegenwart, Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2011, herausgegeben von Werner Breunig und Uwe Schaper, Gebr. Mann Verlag Berlin (2011), S. 83-99.
 
Der seit vielen Jahren maßgebliche Text war bis zum Erscheinen des Buchs 2011 die gut eine Seite, die der Abteilungsleiter Straßenverkehr des Deutschen Technikmuseums Berlin, Lutz-Ulrich Kubisch, Mitteder 80er Jahre unter dem Titel „AGA-Wagen aus Berlin“ in seinem Band über inBerlin produzierte Automobile publiziert hat. Der verlässlich gearbeitete, abernicht besonders detallierte Artikel enthält die allerwichtigsten Informationenzur Entwicklung der Marke. Die Fundstelle:

Ulrich Kubisch: Automobile aus Berlin. Vom Tropfenwagen zum Amphicar (=Schriftenreihe des Museums für Verkehr und Technik Berlin, Band 5), Berlin 1985,S. 180-181.

Zum Thema AGA und AGA-Wagen liegt ansonsten eine kleine Zahl kurzer Artikel eher populären Charakters vor, die alle in Fachzeitschriften erschienen und mit Fotos ergänzt sind. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge ihres Erscheinens, versehen mit kurzen Kommentierungen, vorgestellt:

Heinrich Augsburger: Biographien alter Autos, 20. AGA-Kleinwagen 1918-1928, in: Auto, Motor und Sport, Heft 19, 1954, S.25.
Der Artikel gibt eine kursorische, nicht in allen Einzelheiten zutreffende und stimmige Schilderung. Offenbar handelt es sich jedoch um den ersten Text zur AGA, der nach 1945 erschienen ist.

Hans-Otto Neubauer: Zwischenspiel in Automobilen. AGA, in: Automobil- und Motorrad Chronik, Heft 2, Juli 1978, S. 26-27, 38.
Der verdienstvolle Automobilhistoriker bleibt in seinem um viele anschauliche und teils sehr aufschlussreiche Fotos gruppierten Text oberflächlich und eher unpräzise.

Als Karmann den AGA karossierte, in: Automobil und Motorrad, Heft 10 (Oktober)/1983, S.46-48.
In diesem Artikel kommt AGA nur am Rande vor, wie in einer Schilderung des Karosseriebauunternehmens Karmann nicht anders zu erwarten. Aufschlussreich auch hier die Fotos. Maßgeblich ist jedoch eine inzwischen erschienene Unternehmensmonografie.

Fritz B. Busch: Ein AGA oder keiner. Restaurierung eines AGA, in: Motor Klassik, Heft 7, Juli 1986, S.110-113.
Der große deutsche Autojournalist, der  im August 2010 verstorben ist, erzählt in der ihm eigenen unterhaltsamen, aber zugleich sachlich fundierten Darstellungsweise, wie er den noch heute in seinem Museum in Wolfegg zu besichtigenden als Rennwagen karossierten AGA (Foto unten; AGA-Museum Emmen) aufgebaut hat. Besichtigen kann der Leser die Rekonstruktion auf vielen guten Fotos.

Fritz B. Busch: Aga-Erlebnis, in: Motor Klassik, Heft 2, Februar 1989, S.87-91.
Auf der Grundlage des Nachlasses eines AGA-Fachmanns aus den 20er Jahren vermittelt Busch in diesem Artikel einen feuilletonistischen Eindruck der Marke.

Ulrich Kubisch: Die AGA-Story. „Ein Riese in der Leistung – ein Zwerg im Verbrauch“, in: Oldtimer Markt, Heft 10, 1989, S. 220-222.
In diesem Artikel legt der Autor eine etwas ausgearbeitetere Version der AGA-Darstellung in seinem Buch vor.

David Hawtin: An East German Refugee. Vintage Aga 6/20 PS, in: The Automobile, Vol. 8, No. 1 (March 1990), S.58-62.
Der konzise englische Aufsatz schildert Entdeckung eines AGA-Wagens in der damaligen DDR, Überführung nach Großbritannien und anschließenden Aufbau. Die Informationen über die Marke referieren den bekannten Sachstand.

Till Schauen: „Ich bin ein Berliner“, in: Auto & Motorrad Oldtimer, Oktober 2010, S.26-29; Aga. „Vor 44 Jahren zog ich ihn aus dem Schrott…“, in: Auto & Motorrad Oldtimer, November 2010, S.64-69.
Eine liebevolle, vor allem fotografisch hervorragende Hommage an einen hervorragend erhaltenen und gepflegten AGA Typ C.

Dieter Großblothekamp: AGA-Automobile. Geschichte, Typen, Werbung, Kundenbriefe, in: Deutscher Automobil-Veteranen-Club e.V. Clubmagazin, Heft 4/2010, S.22-27.
Hier werden detaillierte Angaben zu einem restaurierten Typ A gemacht, ergänzt durch ausgiebige Zitate aus ausgewählten AGA-Publikationen.

„Der AGA-Wagen. Eine Berliner Automobil-Geschichte“ bei der BERLIN STORY und bei AMAZON.